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Alpentour 2017

Review

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“Die Hitzeschlacht am Monte Grappa”

“Hochzeitreise, Feinschmecker Gemüse und die Eroberung des Monte Grappa” die abenteuerliche Geschichte einer Alpenüberquerung

Monte Grappa 3 

Monte Grappa der Blick nach Süden                                                                    

Schon am Beginn der Woche war ziemlich klar es wird heiß. Die Wettervorhersage sprach von Temperaturen über 30C. Der Donnerstag sollte der bisher heißeste Tag dieses Sommers werden. Entsprechend waren die Vorbereitungen. Alle Fahrzeuge wurden nochmals durchgecheckt. Der 6.3 hatte wieder einen funktionierenden Klimakompressor der noch im letzten Sept. eingebaut wurde… 12 Stunden. Es ist einfach zu eng da unten im Motorraum. Pagode und MGB waren „ready to go“. Der MG hatte noch eine neue LIMA, die alte hatte einen Lagerschaden. Auch der Tausch erfolgte noch am Ende der Saison 2016. Christopher entschied sich für den MG nach dem Motto ein bisschen Nervenkitzel muss sein. (no risc no fun). Nach den Roland und Vlad den „Goldie“(280SL W107) bekamen, durfte der 300CE pausieren. Pünktlich um 15:00 waren dann alle im Hof versammelt. Sogar Gerry und Laura waren noch rechtzeitig aus Lugano zurückgekommen. Bei über 30C ging es über die A9, A99, A92 nach Garmisch. Am Zirler Berg waren es dann dank Südhang 38C. Selbst ein kleiner Regenguss kurz vor dem Wipptaler Hof auf der Brenner Autobahn brachte keine wirkliche Abkühlung. Wie fast immer waren wir die letzten am Abend im Hummlerhof, nur unser Brautpaar brauchte einige Minuten länger. Die Freunde war groß so viele bekannte Gesichter wieder zu sehen

Hochzeiter 

Beate und Fabian haben am 22. Juni 2017 geheiratet

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Start am Hummlerhof 

Freitagmorgen der Start am Hotel Hummlerhof

Ritten 

Am Ritten vor Klobenstein.... Ber Blick nach Osten

Der Freitag brachte noch letzte Tropfen eines nächtlichen Gewitters, pünktlich zum Start brach die Sonne durch. Die Kühle des Morgens war erfrischend. Über den Brenner,und Sterzing erreichten wir das Penser Joch. Bereits auf der Fahrt zum Pass erreichte uns die Nachricht dass der Jaguar XJ8 mit seinem V12 keinen oder zu wenig Sprit bekam. Meine Ferndiagnose…. Benzinpumpe oder Benzinfilter. Später bestätigte sich die Vermutung… verstopfter Benzinfilter. Der XJ8 wurde in eine Werkstatt geschleppt und später der Filter getauscht. Die anderen kamen direkt zum Aspinger Hof. Wir fuhren über den Ritten und Klobenstein, wie im Roadbook beschrieben, auch zum Aspinger Hof. Harald und Petra begrüßten uns sehr herzlich. Mit einem Sonnensegel und sehr originellen Sitzgelegenheiten und Tischen hatten sie sich viel Mühe gegeben uns einen kleinen Imbiss zu präsentieren. Vorher gab es noch eine Einführung von Harald. Bis zu 600 verschiedene exotische Pflanzen (Gemüse) baut er an. Nach dem Essen gab es noch Geschmackstests der verschiedenen Kräuter und Pflanzen. Es ist schon erstaunlich was man alles essen kann und wie es schmeckt. Das Wasabi-Kraut und der Bergpfeffer waren u. a. die Überraschungen.

Aspinger Hof 

Der Aspinger Hof

Harald mit Gemuese 

wir verkosten Kräuter und Gemüse

Mit etwas Verzögerung ging es auf die Reise nach San Martino. Natürlich war auch diesmal ein kleiner „Verfahrer“ drin…. Nach einer Erfrischungspause im noch nicht offiziell eröffneten Hotel Cristallo am Passo San Pelegrino knirschte es beim TR4 von Christian hinten rechts gewaltig. Mit letzter Kraft und viel Rauch erreichte er die Tiefgarage im Hotel Plank. Mit Wasser gelöscht / gekühlt zeigte sich schon optisch der unnatürliche Sturz des Hinterrads. Das Radlager war total am Ende. Somit war klar das Auto geht auf den Hänger von ACI und ADAC zurück nach München. Wie gut wenn man eine ADAC Plus Mitgliedschaft hat. Der Empfang im Hotel Plank durch Familie Gruber zeigte einmal mehr dass wir sehr willkommen waren. Die Tiefgarage war ein Segen obwohl es nicht regnete, man konnte in kühler Umgebung, das Fahrzeug durchchecken. Der XJ8 und der rote E-Type  (Jerry Cotton) klagten über Bremsprobleme…. Diagnose „Dampfblasenbildung“ also zu viel Wasser in der Bremsflüssigkeit. Damit war von der „Insel-Fraktion“ nur noch der MGB und der 3. Jaguar ein XJ40 Bj92 ohne Blessuren. Nach dem Abendessen saßen wir noch ziemlich lange in einer lauen Sommernacht im Vorgarten des Hotels.

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Harald und Petra 

Harald und Petra

Radlager TR4 

Der TR4 hat ein Problem.....

Die Aussicht auf die spektakuläre Bergkulisse in San Martino am nächsten Morgen war ungetrübt. Geweckt wurden wir mit einer Fanfare des großen Feuerwehr-Camps pünktlich um 7:00. Nach dem Frühstück ging es Richtung Monte Grappa. Nach dem es in San Martino keine Tankstelle gibt war allgemeines tanken in Siror angesagt. Hier war der nächste Ausfall aus der „Englischen Fraktion“. Die Bremsen des E-Type waren jetzt schon „weich“. Luft oder Dampfblasen im System. Fabian und Beate im klimatisierten Audi 200 nahmen die beiden mit auf die Tour. Die letzten km vor dem Gipfel waren wild romantisch und bildeten mit dem vielen „grün“ einen großen Kontrast zu der karstigen Gegend östlich von Trento. (Alpentour 2014) Ruhig und beschaulich auf schmaler geteerter Straße ging es immer leicht bergauf. Natürlich waren auch wieder mal Kühe auf der Straße. Das Monument zeichnete sich bereits am Horizont ab. Leichte Wolken oder Nebel drang von der Po-Ebene nach oben. Ein beklemmendes Gefühl ….hier liegen ca. 30.000 Tote setzte ein. Zusammen mit den Wolken gab es eine ganz besondere Atmosphäre. Das Gipfelfoto mit der Fahne zeigt die junge Generation der zukünftigen Alpentouren. „Alpentour.ORG ….The Next Generation“.

Monte Grappa 4 

Monte Grappa das Gipfelhaus

Monte Grappa 5 

Das Monument auf dem Monbte Grappa

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Die Abfahrt zur Malga Rossa war gespickt mit 18 „Tornante“. Der Höhenunterschied war ca. 1.700m! Nun waren wir in der Po-Ebene. Lara die aufmerksame Besitzerin überraschte uns mit einen typischen norditalienischen Menü, natürlich mit Polenta. Das Dessert war geschmückt mit unserer Tour! Der Audi war nun geschmückt und wie ein Geschenk verpackt. Welche Überraschung. Auf einer gut ausgebauten teilweise 4-Spurigen Straße ging es bis nach Castel Nouvo. Von hier ziemlich steil bergauf zu Passo Manghen. Die Motorräder waren kein Problem, denn die Straße war extrem schmal. Hier mussten sogar die aufpassen.

Next Generation 1 

Alpentour ....The Next Generation

Fun 

Spaß muss sein.......

Hochzeitauto 

 

400m kurz vor der Passhöhe war auch für den XJ8 V12 die Tour zumindest bis auf weiteres zu Ende. Der Motor war heiß und das Kühlerwasser blubberte verdächtig. Ein kurzer „Kriegsrat“ und Fabian hatte die entscheidende Idee. Ein Fahrzeug mit Automatikgetriebe sollte den Jaguar wenigstens bis zum Gipfel ziehen. Nun ja viel Auswahl gab es nicht…. der 6.3 musste her. Wie war das nochmal…. „only milk and juice comes in 2 liters…“ Mit einem noch nie verwendeten Gurt und meinen Abschleppseil ließ sich eine Verbindung herstellen. Gefühlvoll baute sich der Zug auf und der XJ8 rollte an. Das dumpfe Brabbeln des 6.3 V8 war ziemlich beruhigend. Ich wusste nicht dass ich einen Berge-Panzer fuhr….. Auf der Passhöhe (2025m) öffnete ich mit einen gefalteten Handtuch vorsichtig den Verschluss des Ausgleichsbehälters. Leicht zischend entwich eine rostbraune Brühe. Schnell verschloss ich den Deckel wieder. Nach einer Überprüfung der „üblichen Verdächtigen“ war die Diagnose ziemlich einfach. Der Visko Lüfter hatte keinen richtigen Kraftschluss mehr und der elektrische Kühlerventilator schaltete sich nicht zu, obwohl die Sicherung i. O. war. (Scheibenwischer und Hupe gingen schon seit Donnerstag nicht) Überhaupt ist eine Fehlersuche im Motorraum bei dem V12 kein „reines Vergnügen“…..

Utensilien 

Utensilien für die Tour

V12 

.....”da hat einer was komisches geraucht”

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Passo Manghen 

Der Blick vom Passo Manghen

Game over 

....400m vor der Passhöhe... Game Over

This does not look good to me 

....das sieht nicht gut aus

Dankeschoen 

Dankeschön......

Bergepanzer 

der Berge-Panzer rückt aus......

Nach einer Pause im Gasthaus unter dem Gipfel setzten wir alle- auch der V12 - unsere Tour fort. Natürlich war das ein Thema beim Abendessen. Der Schwund im Lager der Engländer war offensichtlich nur noch der XJ40 und der MGB waren ohne Blessuren. Würde der MGB als ältestes Auto durch halten? (TR4 und 230SL waren auch Bj 1966) Die Party der Feuerwehren war noch im Gang als wir und so langsam auf die Zimmer schlichen. Der nächste Tag war wolkenverhangen und es regnete leicht. Niemand ärgerte sich nach der Hitze der letzten Tage. Leider sollte es eine lange Heimfahrt werden. Überflutungen und Unfälle und dadurch Staus machten uns das Leben schwer. Ein entspanntes Mittagessen im Gasthof Lamm versöhnte alle zumal die Sonne wieder hinter den Wolken hervor kam. Wie immer feierten wir den Abschluss der Tour im kleinen Kreis im Gasthaus Hofmeier in Hetzenhausen.

Die Tour 2018 ist schon in Planung!

21. - 24. Juni 2018 “Lombardei”

 

 
 
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Weitere Bilder und Kommentare sind willkommen!!!!