Jeep CJ-7 The Time Machine

28 years of ownership , fun for the next generation

Jeep CJ -7

the magic sign....

letzter update 26.2.2008

Prolog

Wir schreiben das Jahr 1977. Die RAF ist in Deutschland sehr aktiv. Am 7. April wird der Generalbundesanwalt Buback ermordet. Martin Schleyer wird im Herbst entführt und ermordet. in Amerika sterben Elvis Presley und Wernher von Braun. Letzterer sollte in einigen Jahren noch einmal eine Rolle in meinem Leben spielen. Im Moment habe ich gerade von der Softwareentwicklung bei SIEMENS UB-D zum Presales Support beim UB-MED innerhalb von SIEMENS gewechselt. Mein „Fuhrpark“ besteht aus einem braven BMW 316 nach dem ich mich wenige Monate zuvor mein schwarzer Mini 1275GT mit original COOPER S Motor (ca. 90 PS) nach einem Unfall trennen musste. Jemand hatte mir die Vorfahrt genommen….Ganz tief in meinem Inneren träume ich immer noch von einem Buggy als Spaßauto. Jahre zuvor bekam ich diesen Virus eingepflanzt und wurde ihn nicht wieder los.

Dieser CJ-7
In eben diesem Frühjahr 1977 entstand vermutlich Ende April
 bei der JEEP Corp. ein Fahrzeug mit der VIN 
(Vehicle Identification Number) J7F93AA086612. 
Diese „dekodiert“ ergibt folgende Details:
J:  Jeep Corp.
7:  Baujahr 1977
F:  3 Gang manuelles Getriebe
93:  CJ-7 (langer Radstand)
A:  Zulässiges Gesamtgewicht 3.750 lbs (oder 1.700kg)
A:  258 ci ( 4.181ccm) mit Einfachvergaser (1bbl) 70KW (100PS) bei 3050 U/min
Er war der 86612. seiner Art

Jeep 77 Owners Manual 

Das original Owners Manual mit Kaufdatum 8. Mai 1977

Der (die) erste Besitzerin.....

Der Basispreis betrug ca. 5000USD was damals etwa 10.000 DM entsprach. Dafür gab es aber keine Rückbank, kein Radio keine Fußmatten und keine Reserveradabdeckung kurzum gar nichts nicht einmal Servolenkung oder gar Bremsen. Natürlich auch keine Klimaanlage und nur ein Stoffverdeck. Wollte man all dies so griff man am Besten zur LAREDO, RENEGADE oder GOLDEN EAGLE Ausstattungsvariante. Nummer 86612 hatte all dies nicht. Geliefert wurde er an Farrish Jeep in Fairfax Virginia südwestlich am Stadtrand von Washington. Gekauft hat ihn dann am 8. Mai 1977 US ARMY Capt. Sandra (Sandy) Boyce. Sie war angeblich der erste weibliche Captain der US Arme. Was sich vor wenigen Tagen als Gerücht herausstellte. Dennoch kam Sie nach eigenen Angaben  mit einigen der ersten weiblichen Offizieren als erste Frau im Rang eines Offiziers zu einer Division hier in Europa. Sie lebt heute als Colonel (Oberst) der Reserve in der Nähe von Atlanta , Georgia und war völlig überrascht von meinem Anruf. Ich danke an dieser Stelle meinem Freund Gerry van Zandt in Portland, Or. und Holly Comer vom YWCA Marietta Ga. für Ihre Unterstützung Sandy ausfindig zu machen. Wie sich nun am Telefon nach 28 jahren herausstellte, hatte Sie den Jeep damals nur gekauft weil Sie nach Deutschland versetzt wurde und ein „angemessenes“ Auto brauchte. Sie war in den MONTEITH BARRACKS in Fürth stationiert, heute ein Golfplatz. Den CJ7 konnte sie mitnehmen und mit US Forces –Kennzeichen  hier fahren. Soweit dieser Teil der Geschichte.

Service Manual Jeep 

...wurde nie richtig bebraucht!

Jeep Dez 1978 

Die erste Bewährungsprobe nach dem Kauf.  Dezember 1979 nach dem Schneechaos im Fassertal.  Burghausen - Campitello 11 Stunden Fahrtzeit

Wie alles began....

Durch meine häufigen Besuche ab Sommer 1977 im Stammhaus des SIEMENS UB-MED in Erlangen zog es mich immer mal wieder nach Kulmbach. Die Teilnahme an diversen „Bierfesten“ der letzten Jahre blieb offensichtlich nicht ohne Wirkung auf die eine oder andere weibliche Person und so war es nicht verwunderlich dass Kulmbach in dieser Zeit fast schon meine 2. Heimat war. So war ich denn im Sommer und Herbst 1979 mit einem „Blonden Engel“aus Kulmbach verbandelt. Noch immer geisterte der Buggy-Virus in mir. Wie es denn so kommt wie es kommen musste hatte jener „Blonde Engel“ auch noch eine Tante und die wohnte in Fürth. Diese Tante wiederum war eben mit jener Sandra (Sandy) Boyce befreundet. Nun ergab es sich dass wir die beiden eines Tages im Herbst besuchten. Damit trafen sich unsere Wege. Sandy wollte in Deutschland bleiben und der Jeep war vor allem im Winter nicht das ideale Auto sieht man mal vom 4x4 Antrieb ab. Er war kalt durch sein Softtop und schluckte viel Sprit. Zuviel für unsere Benzinpreise die damals ungefähr 4x so hoch waren wie die in den USA. Also sie wollte ihn verkaufen! Wie noch öfter in meinem späteren Leben hätte ich vielleicht doch „Nein Danke“ sagen sollen, aber es war zu spät. Der „Buggy Virus“ hatte kurzfristig zu einem „JEEP Virus“ mutiert und ich war hochgradig infiziert. Eine erste Probefahrt und wir waren uns einig für 7.700 DM würde ich den CJ7 kaufen. Was nun folgte kann ich heute nur noch in Teilen wiedergeben.

Die Einfuhr....

Die Bezahlung des Kaufpreises war ein Kinderspiel aber dann kam die Einfuhr. „Einführen“ tut man beim Zoll sagte ich mir. Also gut dann nix wie hin zum Münchner Zollamt an der Donnersberger Brücke. Es war der 23. November 1979 Nach der obligatorischen Zeit im Wartezimmer wurde ich vorgelassen. „Was wollen Sie…ein Auto einführen….wo ist denn ihre Rechnung und die übrigen Papiere?“ Eingeschüchtert schob ich das Bündel über den Tisch. „Das geht so nicht“ bekam ich als Antwort „Wir müssen das Auto besichtigen und begutachten, was ist mit den Leuchtmitteln?“. „Das Auto steht in Fürth, was meinen Sie mit Leuchtmittel?“ erwiderte ich und ahnte schon das Problem. „Was… in Fürth! Dann können wir jetzt gar nichts machen. Bringen Sie das Auto her, dann sehen wir weiter. Außerdem müssen Sie Leuchtmittelsteuer bei der Einfuhr auf die Glühlampen im Fahrzeug bezahlen“ Schob mit die Papiere wieder über den Tisch zurück, damit war ich entlassen. Ziemlich genervt aber doch entschlossen nicht so schnell auf zu geben rief ich von der nächsten Telefonzelle die Auskunft (Handys waren noch nicht erfunden) an und fragte nach einen Zollamt in Nürnberg / Fürth. Die Nummer wurde mir mitgeteilt und ich rief dort an. Um es kurz zu machen ich setzte mich ins Auto fuhr nach Fürth und konnte das Auto ohne Besichtigung nur auf Grund meiner Papiere noch kurz vor Mittag verzollen und einführen. Für diesen Beamten war das Routine und verschmitzt fragte er mich: „Natürlich sind die Glühbirnchen alle beim Transport kaputt gegangen?!“ „Natürlich sind sie das“ meinte ich schmunzelnd. Damit keine Leuchtmittelsteuer auf die SEALED BEAM Scheinwerfer die ich ohnehin hier nicht fahren durfte!  Der Zoll und die Einfuhrumsatzsteuer betrugen DM 1763,90.

Jeep im Herbst 1982 

Spaß anno 1982

Die 1. Zulassung

Die Nächste Klippe war die Zulassung. Nach dem ersten Besuch durfte ich dank vorläufigem Versicherungsschein mit den US-Kennzeichen das Auto nach München in die Bosch-Vertretung Grieb & Hoffmann fahren. Dort wurde das Auto auf Deutsche Standards umgebaut soweit es möglich war und das Dt. Kennzeichen montiert. (DM 872,69) Danach ging es ab zum TÜV und wieder zur Zulassung. Natürlich gab es neuerlich Probleme. Ich benötigte eine Ausnahmegenehmigung der Regierung von Oberbayern (DM 40) für all die Dinge die nicht dem Dt. Standard entsprachen. Dasselbe auch noch von der Versicherung. Das war ein Kinderspiel. Der Boschdienst hatte allerdings die US-Kennzeichen entsorgt und die Zulassung wollte Sie einziehen. Ohne diesen Vorgang kein Stempel und keine Zulassung. Da war guter Rat teuer. Auch hier griff ich zu einer List. Ein Bogen Briefpapier der US ARMY mit der entsprechenden Erklärung dass die Kennzeichen eingezogen und vernichtet sind mit dem Siegel (Stempel) von Sandy als Captain wirkte Wunder. Fast wäre die Zulassungsameise stramm gestanden so ehrfurchtsvoll begutachtete sie das Papier. Auch diese Hürde war genommen. Damit hatte ich mir pünktlich zu meinem 27. Geburtstag ein großes Geschenk gemacht.

Jeep Dez 1978-1 

Winterspass der 1. Generation 1979 am Pordoi

Jeep Waesche 1986 

.....Wäsche von Hand muss sein 1984

Die ersten Jahre 1979 - 1983

Natürlich war der Jeep in den ersten Jahren ein Alltagsauto für mich. Im Sommer offen ideal für Freibad, Seen und die Leopoldstraße, im Winter dank zuschaltbarem Allradantrieb sicher auf der Straße besonders in den Bergen. Die Menge 4-Rad angetriebener Fahrzeuge war Anfang der Achtziger Jahre noch ziemlich überschaubar. Bei geöffnetem Verdeck und unter 20° C waren aber schon „Nehmerqualitäten“ gefragt denn es zog ganz ordentlich hinter Windschutzscheibe von allen Seiten, was mich aber nicht davon abhielt bei jedem noch so kleinen Sonnenstrahl das Verdeck zu öffnen. „Gelob sei was hart macht“ war die Devise. Das es  nur ein „normaler“ CJ-7 und kein „Golden Eagle“ oder „Laredo“ war,  hat nie wirklich gestört. Wenn etwas gestört hat dann nur die schwachbrüstige Leistung 100PS aus 4,2 l. das konnte man ja ändern…

Dashboard Jeep 1981 

Das Cockpit ca. 1981

Jeep am Rettenbachferner 1982 

...am Rettenbachferner 1982

Jeep im Bachbett 1980 

im Flußbett des Inn bei Mühldorf 1981

Reisen im Jeep

Nun ein Auto ohne feste Türen und nur mit Stoffverdeck hat schon diverse Nachteile. Kofferraum kann man den kleinen Platz hinter der Rückbank auch nicht wirklich nennen, zumal Warndreieck, Verbandskasten und ggf ein Abschleppseil auch noch Platz finden sollten. Bei längeren Reisen stand ein Samsonite  Hartschalenkoffer senkrecht hinter dem Sitz und der Rest war hinter den Vordersitzen und auf der Rückbank verstaut. Pausen insbesondere auf (italienischen) Autobahnen oder an entsprechenden Plätzen waren tunlichst zu vermeiden. Fernreisen mit mehr als 2 Personen waren auch nicht möglich der Platz für das Gepäck war einfach zu gering. Trotzdem erinnere ich mich an häufige Wochenendausflüge zum Skifahren nach Saalbach / Hinterklemm oder Leogang. Bemerkenswert war auch ein Ausflug nach Galtür wo wir in den frühen 80’er Jahren Probleme hatten überhaupt an einem Freitag hin zu kommen und dann bis Sonntag eingeschneit waren. Skifahren war nicht möglich aber die Fahrt nach oben interessierte in der Woche darauf die GENDARMERIE. Es gab da einige aufgebrochene Lawinenschranken… aber das ist eine andere Geschichte! Lustig war auch ein Skiausflug im Juni nach Sölden (Rettenbachferner), damals mit den neu konstruierten Skiständer. Immerhin war der JEEP in den letzten 28 Jahren auch zweimal in der Toskana. 1988 über die Schweiz (Gottart) und 2001 über das Timmelsjoch. Ab 1984 waren wir ab und zu noch in Serfaus aber erst um Ostern um das Salz auf den Straßen zu vermeiden. Natürlich gehörten auch Ausflüge in die Region Kulmbach weiterhin dazu. Die letzten 10 Jahre war der Jeep jedoch mehr für Tagesausflüge im Einsatz u. a. weil das Softtop gut verstaut zu Hause blieb. Eine Plane für einen Platzregen war jedoch immer dabei. Zweimal war es aber auch dafür zu spät. Der Jeep „soff ab“, trocknete jedoch schnell wieder aus.

Geschichten mit und um den Jeep

Da war die Geschichte mit dem Werbefoto vom Mc Donald in der Wasserburger Landstraße. K.H. Elstner verwandelte kurzfristig das Areal in ein Drive Through Restaurant der 70’er Jahre in Amerika. Corvette, Jeep, Harley, ein Cop und jede Menge Girls mit Roller Skates und Petty Coat bevölkerten die Szene. Bis das Bild im Kasten war so wie er es wollte, verging der Sonntagnachmittag.

Manchmal an einem schönen Tag machten Vater und Sohn einen Ausflug. „Sohn“ war vielleicht 3 Jahre alt, als wir auf einer solchen Fahrt an einem Himbeerfeld vorbei kamen. Ich hielt an und „klaute“ einige Beeren. Noch heute 17 Jahre später werde ich von ihm immer noch daran erinnert….!

Natürlich musste ein Jeep auch mal ins Wasser. Der Feringa- Badesee im Norden von München war gerade im Bau und mit dem Jeep konnte man noch bis zum Wasser fahren. Eine willkomme Gelegenheit einmal im Wasser zu fahren. Leider unterschätzte ich die Steilheit des Ufers und so holte der Jeep eine gehörige Portion davon an Bord. Die Bodenablaufstopfen wurden Ihrer Funktion gerecht und entwässerten den Innenraum in kurzer Zeit wieder.

Jeep mit der naechsten Generation 1990 

Die 2. Generation testet schon mal vor...1990

Jeep am Timmelsjoch 2001-1 

...am Timmelsjoch 2001

Der Jeep und die Frauen

Natürlich war die Attraktivität auf der Leopoldstrasse gewaltig, aber so ein richtiger Aufreißer war er dann doch nicht. Alle meine Begleiterinnen hatten ihren Spaß bei den diversen Ausflügen und Reisen. Manchmal gab er auch eine gute Kulisse für diverse Fotos ab. Mit dem Fahren hatten Sie jedoch so Ihre Probleme. Kupplung, Bremse und Lenkung ohne Servo-Unterstützung, das erfordert Muskelkraft. Vor allem im Stand die Lenkung einschlagen kostet doch einige Mühe.

Jeep 1980 Kulmbach 

1980 Kulmbach mit Gabi & Thomas

Die Technik

Der Motor Der 6 Zylinder Reihenmotor ist schon ziemlich unverwüstlich. Bemerkenswert schon damals mit hydraulischen Ventilstößeln und einer voll elektronischen Zündanlage. Eigentlich äußerst robust und von jedem Dorfschmied zu reparieren. Platz rund herum ist auch genügend. Nur die Leistung….und die leider hier nutzlose Abgasrückführung. Das Getriebe mit nur 3 Vorwärtsgängen ist etwas gewöhnungsbedürftig. Gut ist die Anordnung 1. Gang / Rückwärtsgang. Für den Fall dass man sich „frei schaukeln“ muss bestens geeignet. Das Drehmoment ist ausreichend vorhanden und somit ist auch eine gewisse Beschleunigung möglich. Die Achsen sind starr und blattgefedert vorne mit Freilaufnaben von Hand zuschaltbar und hinten gibt es ein Sperrdifferential auf Rutschkupplungsbasis. Die Elektrik ist einfach und zuverlässig und die Sitze haben immer noch den ersten Bezug. Der eigentliche Schwachpunkt ist die Karosserie weil sie erst nach dem Zusammenbau lackiert wurde …und das bei geschraubten Kotflügeln. Unterbodenschutz und allg. Rostschutz war damals in USA noch ein Fremdwort. Damit sind wir bei der braunen Seuche…

Jeep in der Toskana 1989 

1989 in der Toskana

Die Restauration 1982

Nach 5 Jahren waren dem JEEP die Strapazen der Skiwochenenden und Skiurlaube anzusehen. Ich entschloss mich zu einer radikalen Neulackierung. Die Garage zu Hause in Österreich bei Muttern wurde für mehrere Monate in eine Werkstatt umfunktioniert. Ich begann mit der Zerlegung. Dabei entdeckte ich die Ursache für den Rost. Metall auf Metall verschraubt und dann lackiert. Kein Wunder für den Gammel. Alle nur denkbaren Teile wurden abmontiert und einzeln lackiert. Ein Kotflügel, der Rahmen der Windschutzscheibe sowie der Tank waren nicht mehr zu retten. Alle Schrauben gingen zum verchromen und diverse Kleinteile wurden kurzerhand neu beschafft. Der Teppich innen entstand aus Teppichboden den ich mühsam den Konturen angepasst habe. Zum Schluss noch ein neues (BESTTOP) Verdeck und viele früher schwarze Anbauteile in weiß lackiert, der JEEP sah aus wie ein UN Fahrzeug. Die Arbeit hat sich gelohnt noch heute sieht der Jeep gut aus. Fahrten bei Salz im Winter waren ab diesem Zeitpunkt nicht mehr auf der Tagesordnung.

Jeep in der Toskana 2001-1 

Jeep mit Zubehör in der Toskana 1998

Hooker Logo

Custom Parts (Zubehör)

Wollte man zum Skifahren und hatte auch noch Gepäck dabei oder war gar zu zweit dann gab es Stress mit der Unterbringung der damals noch recht langen Ski. 210cm und mehr war für mich normal. Ein Skiständer musste her. Also konstruierte und schweißte ich einen der bis heute leicht modifiziert (wegen der breiteren Ski war ein größerer Korb notwendig) an meinem G-Modell zum Einsatz kommt. Der Tank ist mit ca. 57l auch etwas zu klein (15 l / 100km sind schon normal) Also konstruierte ich eine Halterung (verschließbar) für 2 zusätzliche Benzinkanister. Alles in Wagenfarbe natürlich. Gefüllt habe ich die Dinger in all den Jahren nie weil im falle eines Auffahrunfalls das mir das Risiko zu groß war. Der TÜV hatte nie etwas dagegen…

Jeep am Timmelsjoch 2001 

....auf der Nordrampe des Timmelsjoch 1998

Jeep in der Toskana 2001 

1998 die 2. Generation mit Herry Potter in relaxter Stellung in der Toskana

Holley LOGO

Verbesserungen / Zubehör

Die schmalen Felgen waren schon etwas verloren unter den Kotflügelverbreiterungen also gab es noch Felgen durch Sandy vom PX-Shop und Reifen vom Reifenhändler in Esslingen. Das Lenkrad war groß und flach ein etwas Kleineres mehr „geschüsselt“ gab’s bei Micky Drake in Huntsville. Ich flog seit Begin der 80’er Jahre regelmäßig nach Huntsville Alabama, der Wirkungsstätte von Wernher von Braun. Micky war eine unerschöpfliche Quelle an Teilen und Zubehör. Außer dem Lenkrad verkaufte er mir im Lauf der Jahre KC Daylighter, den Bügel dazu, einstellbare Stoßdämpfer, Rancho Suspention Parts, eine 75A Lichtmaschine, ein remote Ölfiltergehäuse, diverse Zusatzinstrumente für Öl- und Wassertemperatur, ein Bikini Top und das „Fliegengitter“ vor dem Kühler. All dies und viel mehr musste in einem Samsonite .

Hartschalenkoffer transportiert werden. Einmal hatte der Koffer 42kg obwohl nur 35 zulässig waren. In Huntsville gab es damals noch keine Gepäckwaageam Flughafen. Überhaupt konnte man noch einiges im Handgepäck im Flieger mitnehmen was heute undenkbar ist. Dieter Schmid ein dt. Radio und Fernsehelektriker mit Meisterbrief lieferte über seine „Sound Distributors“ am University Drive ein Sony Radio mit herausnehmbarem Kassettenteil und einen kleinen YAMAHA Verstärker der elegant unter dem Rücksitz seinen Platz fand. Damit war für guten Sound über 4 Lautsprecher gesorgt. Ein weiterer Schwachpunkt war sicherlich der mechanische Kühlerlüfter. Im Winter wurde das Wasser nicht richtig warm und im Sommer schaffte er es gerade die Temperatur entsprechend zu senken. Erst der Einbau von zwei thermostatgesteuerten elektrischen Kühlerventilatoren in Verbindung mit einen 5-Reihigen Hochleistungskühlernetz der Firma Kühler Schneider in München brachte Abhilfe. Zu guter letzt noch ein Ölkühler vom Mercedes Turbo-Diesel (W123) und endlich war der Jeep thermisch stabil. Weil ich weiterhin mit original JEEP Ölfiltern fahren wollte drehte mit ein Vertreter der Lehrwerkstatt von VOITH in Heidenheim (ein guter Kunde damals von mir) den notwendigen Gewindestutzen den die Steigung war nicht als Schneidewerkzeug zu bekommen. Selbst bei der Überquerung des Timmelsjochs lief maximal einer der Ventilatoren. Eine Ursache für die größere Wärmeabgabe waren sicherlich der 1848 Holley 4bbl Vergaser in Verbindung mit den Dual-Port Offenhauser intake manifold und den Hooker headers. Damit war etwas mehr Leistung gegeben und der Motor atmete etwas freier. Der Spritverbrauch blieb in etwa gleich man konnte jedoch mit einem nervösen Gasfuß schon leicht auf über 20l /100km kommen. Ich verbesserte auch die Heizung durch Isolation der Schläuche im Motorraum und baute eine elektronische Drehzahlregelung für das Gebläse ein. Damit war der Geräuschpegel in der 1. Stufe deutlich gesenkt. Ein zusätzlicher Öldruckschalter mit roter Warnlampe vervollständigte die Umbauten. Natürlich wollte ich auch ein Truckhorn. Es wurde letztlich eine original italienische 3-Klangfanfare die mir meine Schwägerin aus Chicago mitgebracht hat. Umschaltbar kann ich auch eine „Tröte“ wie sie in den Autos der 20er und 30er Jahren verwendet wurde benutzen. Eine elektrische Benzinpumpe ursprünglich zum Einsatz beim European Cannonball Race (das ist wieder eine andere Geschichte) gedacht fand auch noch Platz unter der Motorhaube

Holley-1848 

Holley 1848

Jeep Horn ANES 

...cooler Sound der 20er Jahre

Drakes 4x4 Supply 

 

Offenhauser JEEP Part 

“Offy” Dual Intake Mainfold

Reparaturen

Nun ja ganz ohne ging es nicht ab. Das schwächste Glied ist sicherlich die Wasserpumpe. Durch das lange stehen im Winter wird sie hin und wieder undicht. Ich fahre i. M. Nummer 4. Die Kosten halten sich in Grenzen und gewechselt ist sie auch schnell Geben tut sie es bei der Firma KTS in Hamburg . Die Kreuzgelenke sind dann ein Problem wenn sie nicht geschmiert werden. Die Nippel sind etwas unzugänglich. Einmal nach 25 Jahren waren die Bremszylinder hinten fällig und auch die Teflonbuchsen der Blattfedern. Überholt habe ich auch die zuschaltbaren Freilaufnaben. Solange man nicht im Matsch und Schnee unterwegs ist halten die Bremsen ganz gut durch. Einmal am Anfang waren die fordern Bremszylinder der Scheibenbremsen fest. Ja und dann fiel einmal in der Werkstatt die Zündbox aus. (Zugegeben wurde es nie aber vermutlich hat ein Lehrling sie „gekillt“ als er die Zündung einstellen wollte). In einer denkwürdigen Fahrt von Allershausen bis nach Weiden und zurück mit einen Schnitt von über 200km/h holte ich das Ersatzteil an einem Samstagmorgen bei der Firma TRENZ ab. Der 500SE (W140) war voll gefordert und gab sein Bestes.

Dashboard Jeep 2007 

Das Cockpit 2007

JEEP Spass in Schwabing 

die 2. Generation 2007 ..wie sich die Bilder gleichen...!!!

Jeep Perspektiven 2007 

Perspektiven 2007

Wird demnächst fortgesetzt.....

KTS Parts Jeep

Vater und Sohn MB & Jeep 2007 

2007    Zwei aus USA  300SEL 6.3 und JEEP CJ-7      Spass in der 2. Generation