Der Nachfolger des 300SEL

...der S 320L  (W220)

eigentlich sollte es nur ein neues Firmenauto sein.... aber.....

Nach dem der 300SEL (W126) mir seit Juni 2002 gute Dienste geleistet und mich nie im Stich gelassen hatte, war es Zeit, dass er „in Rente“ ging. Mit fast 450.000km auf der Uhr durfte er das. Davon habe ich ca. 270.000 km in sieben Jahren zurückgelegt. Im Mai 2009 gab es dann einen Nachfolger, einen W220, 320L Bj 2001 mit knapp 109.000km auf der Uhr und sehr guter Ausstattung. So z. B. klimatisierte Memory-Sitze und eine Standheizung. Das Fahrzeug lief auf eine Firma in Gröbenzell und preislich waren wir uns rasch einig. Netto ca. 13.000 Euro. Natürlich gab es die bekannten Lack- und Rostprobleme wie bei allen Fahrzeugen aus dieser Zeit von Mercedes. Der Grund, zu einen die „Anlaufprobleme“ mit dem Wasserlack und die Qualitätsmängel beim Blech. Als er mit ca. 270:000km im Jahr 2017 ebenfalls „in Rente“ ging wurde noch einmal die ganze Karosse auf Roststellen gecheckt und wo nötig lackiert. Auch die vorderen Radläufe wurden 2022 noch einmal hergerichtet, bevor schlimmeres passieren konnte. So problematisch das Blech und der Lack waren, die Mechanik ist Mercedes-like. Der Motor ist robust und zuverlässig und auch die übrigen Teile haben nie wirklich Probleme gemacht.

Front 

Das Cockpit sehr aufgeräumt....

Vor der Haustuer 

Der S320L  auf dem Weg nach NÖ

Back 

hinten viel Platz

Nur einmal als ich von Crailsheim auf der A7 auf dem Weg nach Ulm hinter einer blonden Audi Cabrio Fahrerin fuhr, die zügig offen unterwegs war, fühlte sich die Straßenlage ab 160km/h etwas schwammig an. Die Ursache war ein defektes Federbein HR. Da das Auto Luftfederung hat ist das Teil nicht ganz billig. Ein paar Traggelenke vorne waren natürlich auch notwendig, aber das ist nun mal Verschleiß. Auch die Standheizung war einmal „hinüber“ aber Dank Franz Drexl gab es preiswerten original Ersatz von Webasto. So eine Standheizung mit Fernbedienung hat schon was… insbesondere im Winter im Thüringer Wald oder am Fuß des Schwarzwalds bei Waldkirch. Dann in ein abgetautes warmes Auto einzusteigen ist schon „cool“!

In Langau am Lagerhaus 

In Langau NÖ am Lagerhaus

Eine zweite SIM-Karte für das Nokia Handy das in die Halterung in der Mittelkonsole passt in Kombination mit der Freisprechanlage ist eine tolle Sache. Leider war die TV-Funktion schon beim Kauf nicht mehr möglich, da der Standard gewechselt hatte. Das NAVI läuft noch mit CD und der Wechsel der CD ist etwas „Glücksache“.

Auf der Donaufaehre bei Weisskirchen 

Auf der Donaufähre bei Weißenkirchen

Im Prinzregententheater 1998 

Bei der Präsentation des W220 im Oktober 1998 im “Prinzi”

Wenn die CD mal erkannt wurde geht es ganz gut. Im Kofferraum ist noch ein CD-Wechsler für 6 Musik CDs. Die Bose Soundanlage lässt keine Wünsche offen. Heizung und Klima funktionieren wirklich gut. Und Platz hat man insbesondere hinten ohne Ende! Die Straßenlage ist dank der „Airmatic“ ein Traum und für die schlechten Straßen z. B. in der Toskana lässt sich das Auto um einige Zentimeter (aufpumpen) anheben.

Nach dem er in Rente ging waren wir mit ihm u. a. in Schweden, in Niederösterreich, in Südtirol und in der Toskana. Die lange Version ist immer noch elegant anzusehen. Als der Typ W220 im Oktober 1998 vorgestellt wurde, waren wir zur Premiere im Prinzregenten Theater in München eingeladen. Nach einem klassischen Konzert mit August Everding erschien der Mercedes mit einer Lasershow auf der Bühne in genau der Ausstattung (Silber mit schwarzem Leder) wie ich ihn heute habe. Damals hätte ich mir nie träumen lassen, dass ich diesen Typ einmal fahren würde.

.Dann nahm die Party ihren Lauf. Eine kleine handverlesene Gruppe wurde informiert, dass wir noch bis Mitternacht bleiben sollten. Der Grund Wolfgang Schrempp (der Niederlassungsleiter München) erwartete seine großen Bruder Jürgen Schrempp (CEO, Daimler Chrysler) mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden von Airbus Manfred Bischoff. Jürgen Schrempp hatte am nächste Tag Geburtstag und wollte hier in München die Feierlichkeiten starten. Mit Manfred Bischoff und anderen Mercedes Managern war ich ein paar Jahre vorher ein paar Mal in der Toskana, doch das ist eine andere Geschichte. Um Mitternacht sagen wir „Happy Birthday“ und dann gab es Häppchen, Champagner und Davidoff Zigarren Was für eine gelungene Party. Noch eine Anmerkung zu Wolfgang Schrempp. Während er in München war, hat Mercedes mehr Autos in München verkauft als BMW und in einer gut getimten Aktion hat er den drehbaren Stern auf die Niederlassung an der Arnulfstraße errichten lassen. Das wollte die Stadt eigentlich verhindern!

mit Wolgang Schrempp 

Bei der Präsentation  des Coupes 1999 mit W. Schrempp

Am Bodensee 

.... auf Dienstreise am Bodensee