Das Rollende Museum 2010

oder

Die Nacht der langen Messer

Die Nach des Rollenden Museums…. Was soll man sich darunter vorstellen? Nun Autos im Museum und Autos auf der Straße sind doch zwei völlig unterschiedliche Dinge. Das „Rollende Museum“ sind Autos auf der Straße, wo sie hin gehören! Zum 2. Mal veranstaltet war es ein toller Erfolg. München, die lange Nach der Museen und dazu 80 Oldtimer auf der Strecke zwischen der Museumsinsel (Deutsches )Museum und der Theresienhöhe (Dt. Museum Verkehrszentrum), das wäre doch was um Werbung in eigener Sache zu machen. Die Anmeldung war formlos und wurde auf Anhieb angenommen. Also war der Treffpunkt am Samstag den 16. Oktober an der Theresienhöhe. Zu meiner Überraschung waren nicht nur Marita und Jürgen Ockens sondern auch Karl Wolf am Start. Wir sollten auf einer vorgegebenen Route Gäste vom einen Teil des Museums zum anderen fahren. Gleich vorab in der Eröffnung der Veranstaltung erhielt Jürgen für seinen 30er Jahre Outfit einen Preis und Karl für den Klassiker im Feld, seinen 911er, auch einen.  Punkt 19:00 ging es los. Der Moderator am Start erklärte die Autos und bei mir hatte er den kleinen etwas unscheinbaren Schriftzug am Heck noch nicht gesehen, als er Sonny und mich mit unseren Gästen ankündigte und verabschiedete. Spätestens nach den ersten Metern durch das zügige Wegfahren und das tiefe, bedrohliche Blubbern von 6.3 Litern im V8 wusste er genau was hier Sache war. Er sollte, noch genügend Gelegenheit bekommen den Wolf im Schafspelz zu kommentieren. Die Streckenlänge betrug ziemlich genau 10km (Rundkurs). War am Anfang der Verkehr noch stark, nahm er im Verlauf des Abends immer mehr ab. Wir drehten unsere Runden wie ein Uhrwerk. Besonderen Spaß machten diverse Ampelstarts. Das einzige Problem war wie bekommt man die Kraft auf die Straße, denn es regnete leicht den ganzen Abend und die Straßen waren nass. Mehrfach nutze selbst das Sperrdifferential nichts mehr und beide Hinterräder drehten durch. Dennoch wie vor fast 40 Jahren im Spa waren wir zwar nicht die „Rote Sau“ aber die „Braune“! 

Rote Sau 

Schon rasch nach den Start gab es die ersten Ausfälle bald lichtete sich das Feld und von 80 Startern waren am Schluss nur noch die Hälfte auf der Strecke. Mensch und Material waren um Mitternacht ermüdet. Die „Braune Sau“ zog Ihre Runden und mit 3 schergewichtigen Männern im Fond war auch das „versägen“ eines Q5 an der Ampel kein Problem, - endlich genügend Anpressdruck auf der Hinterachse. Die Gespräche waren interessant und einer erfüllte sich wirklich seinen Traum, denn schon als Kind wollte er immer mal mit einem 6.3 fahren. Nach 13 vollen Runden wurden wir gegen 1:00 morgens im Ziel empfangen. Eine hübsche junge Lady,Madlen, dick eingemummt in Thermohose und Jacke, war unser Boxenmanagerin, sie unterrichtete uns nicht nur über unseren Platz im Feld sondern versorgte uns auch mit „fuel“ Lollies für Sonny und Duplo für mich.

© maro_rollendes museum3 

Foto Marco Oldtimer TV

Am Ende bekamen wir sogar noch eine Flasche Wasser. Das 6 Stunden Rennen war zu Ende. Wir waren bis dahin schon so etwas wie der Publikumsliebling geworden. Nicht nur, weil wir wie ein Uhrwerk unsere Runden drehten und der Kommentator uns und insbesondere das Auto begeisterte immer wieder aufs Neue ankündigte, sondern auch, weil wir u. a. einen Rollstuhlfahrer samt seinem Gerät (im Kofferraum) und Begleitung befördert hatten. Wir hatten ja nicht nur Power sonder auch den Platz! So war es nicht verwunderlich, dass wir am Ende auch noch den Preis für den Rundenrekord vom Veranstalter bekamen. Mario DeRosa von der Initiative Kulturgut Mobilität freute sich aufrichtig, als er mir den Preis überreichte. Für unsere „Ausdauer“ spendierte das Deutsche Museum noch eine Jahreskarte für mich.  Marita Ockens erhielt auch noch einen Auszeichnung in der gleichen Kategorie.

.....und hier ein Video

Start NdlM 

Foto Oldtimer TV

Runden Rekord 

Leider hatten wir keinen Foto dabei....Wer noch Bilder hat von der “Braunen Sau” biite per e-mail schicken....Danke